Ort
Lydien
auch: Λύδοι
Das reiche Königreich Kleinasiens gegenüber Lesbos, in der archaischen Dichtung sprichwörtlich für Luxus und kriegerischen Glanz; seine Streitwagen sind der weltliche Ruhm, den Fr. 16 gegen ein einziges geliebtes Antlitz aufwiegt.
Anmerkungen zur Lektüre
- Fragmente des ersten Buches §39 lydischer Arbeit
Lydien, das Luxusreich jenseits der Meerenge, lieferte das feinste Lederwerk und die feinsten Farben; in Fr. 16 sind seine Streitwagen weltlicher Glanz, hier bedeckt sein Handwerk einen Fuß. Das Auge, das die Sandale bemerkt, ist dasselbe, das Anaktoria gehen sieht.
- Fragmente des fünften Buches §96 Lydiens
Das Königreich gegenüber von Lesbos, bei Sappho ein Inbegriff von Reichtum und feinem Putz — anderswo wiegt sie das Kopfband einer Tochter gegen „ganz Lydien“ auf. Hier ist es die rivalisierende Landschaft selbst: Die Frau leuchtet nun unter den Frauen Lydiens hervor, wie der Mond die Sterne überstrahlt.
- Die großen Gedichte §16 Lyder
Das Volk Lydiens, des reichen Königreichs auf dem Festland gegenüber Lesbos, sprichwörtlich für Luxus und militärisches Schauspiel; ihre Wagen sind der Prunk, dem das Gedicht ein einziges geliebtes Gesicht entgegensetzt.
- Fragmente unbestimmten Buches, mit den Epigrammen und Dubia §132 Lydien
Das reiche Königreich jenseits der Meerenge, Lesbos gegenüber, Sapphos stehendes Maß für Reichtum und Glanz — und alles zusammen nicht so viel wert wie ihr Kind.